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Mein erster Gedanke betrifft wieder meine Bachelor-Arbeit. Vielleicht lässt sich über das Vertauschen von conditio sine qua non un conditio per quan das Beobachten des Phänomens der caregiving relationship bearbeiten.

Die "caregiving relationship" ist conditio per quan für "being cared for" - oder zumindest könnte man sie so definieren. Dann ist "beeing cared for" eine conditio sine qua non für die "caregiving relationship". Wenn ich also das "beeing cared for" beobachte, dann kann ich annehmen, nicht aber sicher sein, dass eine "caregiving relationship" gegeben ist.
Was also bedeutet "being cared for"?
Vielleicht lässt sich das auch auf die einzelnen Momente herunter brechen: "create safe, reliable enviroment enabling other's expression of strong emption and impulses" ist conditio sine qua non für "Containment" und so weiter.

Mein zweiter Gedanke betrifft das Argumentieren:
Wenn ich nun nicht auf die Theorie des Syllogismus, sondern auf die Praxis des Argumentierens achte, dann könnte ein Argument, das es zu analysieren gilt folgendermaßen lauten:

"Trisomie 21 ist eine genetisch vererbbare Krankheit, also sollten Leute, die diese Krankheit haben keine Kinder bekommen."

Jetzt zerlege ich diese Aussage hinsichtlich des Syllogismus, wie ich ihn kenne (also nicht besonders gut):
Prämisse 1: Trisomie 21 ist eine genetisch vererbbare Krankheit.
Prämisse 2: Wenn Trisomie 21 eine genetisch vererbbare Krankheit ist, dann sollten Leute, die diese Krankheit haben keine Kinder bekommen.
Konklusio: Leute, die diese Krankheit haben, sollen keine Kinder bekommen.

Wenn man nun das Argument problematisieren will, dann prüft man es auf die innere Logik (was ich eben getan habe) und dann auf die Richtigkeit der Prämissen. Und hier finde ich es interessant, dass man eben nicht nur die Prämisse 2 zu hinterfragen hat. Mann kann auch ohne biologische oder medizinische Kenntnisse die erste Prämisse sinnvoll hinterfragen, wenn man sich nämlich auf den Krankheitsbegriff konzentriert. Ist denn Trisomie 21 eine Krankheit , oder vielleicht nur ein "anderer Zustand", oder vielleicht ist es auch gar kein Zustand, sondern bloß eine genetische Zusammensetzung, die gar nicht so anders ist, als die unsrige. Wie fassen wir (in der Pädagogik) den Krankheitsbegriff?

Wenn man nun einen anderen Krankheitsbegriff einsetzt, dann kann es sein, dass die Prämisse nicht mehr stimmt, dass Trisomie 21 gar keine Krankheit mehr ist. Aber hier ist Vorsicht geboten. Der Krankheitsbegriff, den man heranzieht sollte irgendwie begründet und gerechtfertigt sein, oder aber der Krankheitsbegriff, der Vorliegt muss als derart problematisch herausgestellt werden, dass die Prämisse nicht mehr als unbedingt gültig akzeptiert werden kann.

Man bedenke im Übrigen, dass der Begriff Krankheit eine Konnotation hat, der ein Werturteil zugrunde liegt. Der Begriff ist empirisch nicht unbedingt denotativ zu fassen, auch wenn wir das glauben. Diese Konnotation ist negativ. Das Werturteil liegt also schon in der Konnotation und im Begriff selbst, es liegt schon in der Prämisse 1 und damit auch das normative Moment. Das bedeutet, dass aus zwei normativen Aussagen (Prämisse 2 und Prämisse 1) eine dritte normative Aussage geschlussfolgert wird.

Was mir hier wichtig ist, ist vor allem das Voregehn, wie ich dieses Argument zerlege. (Im Übrigen habe ich keine Ahnung, ob das innovativ, redundant oder sonstetwas ist) Was tue ich hier? Ich formalisiere ein Argument und betrachte die Prämissen. Ich betrachte die Begriffe, den in den Prämissen liegen und versuche das Argument über diese Prämissen zu problematisieren. (Schiene der denotativen Ebene)
Außerdem analysiere ist die Prämissen hinsichtlich der Natur ihrer Aussage, ebenfalls über die Begriffe, nämlich über ihre Konnotation (in diesem Fall. Ich habe mich hier nicht auf einen bestimmten, vorliegenden Krankheitsbegriff geäußert, weil das anhand dieser Aussage alleine (ohne Kontext) nicht möglich ist.
13.12.09 00:20
 


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