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Kurze Gedanken zum Forum

Grundsätzlich denke ich, dass das Forum durchaus als Organisation gesehen werden sollte. Die Frage ist die nach einer primären Aufgabe, aber in welchem Sinne?

Wenn ich nach Lyotard die Trennung zwischen Entscheidenden und Bezahlenden mache, dann stellt sich mir im Forum die Frage, wer im forum die Entscheidenden und wer die Bezahlenden sind. Wer macht die Regeln? es wäre zu einfach zu behaupten, dass dies die Admins sind. entsprechen die Regeln die Admins aufstellen nicht der Praxis des Forums, dann stellt sich die frage, wie die Admins reagieren können. Wenn sie hier konsequent sind, dann kann das Forum schnell sterben. Wenn sie nicht reagieren muss das nicht zum Schaden des Forums sein, aber sie waren damit jedenfalls nicht diesjenigen, die die Regeln bestimmt haben.

Ich denke hier an Chatter-Online und an Lyotards "unerwartete Spielzüge". Die Regel war, dass gerade diejenigen, die auch nur anfragen Mod zu werden einmal sicher keine Stelle bekommen. Und doch habe ich durch mein offensives Verhalten und durchaus offenes Interesse, ja meine Anfrage und zum Teil mein "Einfordern" so eines Status die Regeln geändert - zumindest für mich. Ich habe die Regeln gebrochen und die Frage ist, ob ich damit nicht ein entscheidender war. Ich habe damit nämlich entschieden, welches Verhalten "belohnt" und welches "bestraft" wird - zumindest in einem gewissen Maß, welches Verhalten legitim ist. Dabei muss man aber durchaus bedenken, dass ich das zu einem bestimmten, relativ schwachen Zeitpunkt des Forums geschafft habe.

Wenn ich jetzt an "Bildung für alle" interessiert bin und im Sinne der Kritischen Theorie an einem Diskurs, an dem alle beteiligt sind, dann komme ich zu einer Überlegung. Wenn ich das Forum als Datenbank sehen, dann besteht für einen normalen User nur die möglichkeit seinen Post in einem ganz bestimmten Bereich zu posten. Er ordnet seinen Post in die vorgegebene Struktur ein, da er nämlich auch technisch nicht die Möglichkeit hat die Struktur des Forums zu verändern (es sei denn, er ist ein Hacker). Bis zu einem Gewissen Grad geht das vielleicht mit praktischem Rebellentum, Posts falsch einordnen ect.
Wenn es nun aber eine Aufgabe des Users ist seinen Post einzuordnen, so entscheidet er über die "Zeilen" einer Datenbank, er entscheidet, welche Information in einer Spalte zu finden ist und dabei kann er seinen Post durchaus falsch einordnen. Was bedeutet das eigentlich für die Struktur?
Die Struktur eines Forums jedenfalls repräsentiert eine Systematik der verantwortlcihen Admins - wenn ein Admin einen Forumsbereich einrichtet, dann hat er eine gewisse Vorstellung, was hier hinneingehört, er hat eine Idee, die, gewissermaßen das Urbild darstellt, wobei ich hier ein Problem habe dies als "Urbild" zu bezeichnen. Es wäre hier nämlich eine Person, die das Urbild eines Forumsbereiches bestimmt. (Die Entscheidenden bei Lyotard(?))
Wenn Bildung darin bestehen würde, zu diesen Urbildern zu gelangen, dann bestände es für die User darin zur Idee der Forumskategorien zu gelangen.
Was aber, wenn die Forumsstruktur zur offenen Diskussion steht? Eine Diskussion über die Idee eines Forums? Wie steht dies zur Ideal Speech der Kritischen Theorie? Könnte man nicht sagen, dass eine Diskussion über die Idee(n) einen ehm,... gleichberechtigten (ganz so gleichberechtigt ist man damit ja nicht) - zumindest einen "gebildeten" Diskurs darstellen könnte?
Und wäre damit nicht jeder in einer potenziellen Position eines Entscheidenden?
21.12.09 15:31
 


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